Die Nachkriegszeit

In die Zeit des Wiederaufbaus fällt der 100. Geburtstag der Freiwilligen Feuerwehr München. Aber auch große Brände und ein Flugzeugabsturz bleiben aus diese Zeit in Erinnerung. Und: München wird zur Millionenstadt!

1945 bis 1949

Die nur noch aus einer Restmannschaft bestehende Feuerwehr steht unter strenger amerikanischer Kontrolle. Die Männer müssen auch Fundmunition und Blindgänger beseitigen und einsturzgefährdete Gebäude sichern. Nur mit viel Eigeninitiative können technisches Rettungsgerät und Fahrzeuge repariert oder umfunktioniert werden.

1. Mai 1949

Der organisatorische Aufbau der Freiwilligen Feuerwehr München nach dem Krieg ist abgeschlossen. Ab sofort bestehen wieder 19 Löschgruppen mit 355 Feuerwehrmännern. Das Bild zeigt die Löschgruppe Solln Mitte der 1950er Jahre.

10. April 1958

Um 14:07 Uhr bricht im vierten Stock des Hauptbahnhofes ein Feuer aus. Die Flammen breiten sich rasch im Dachgeschoss aus. Die Alarmstufe 10 wird ausgelöst. Mit sieben Drehleitern und zehn C-Rohren bekommt die Feuerwehr den Brand in den Griff und rettet das Gebäude.

17. Dezember 1960

Kurz nach dem Start am Flughafen Riem streift eine britische Convair 340 mit 20 Menschen an Bord die St. Pauls-Kirche. Das Flugzeug stürzt auf die Kreuzung Bayer-/Martin-Greif-Straße auf eine vollbesetzte Straßenbahn. 52 Menschen sterben, 20 werden zum Teil schwer verletzt. Es waren fünf Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr München eingesetzt.

19. Januar 1962

Im Heizkraftwerk Sendling bricht nach einer Explosion ein Großfeuer aus. 115 Mann verlassen nach der Alarmierung ihre Arbeitsplätze und sind innerhalb kürzester Zeit für den Lösch- und Rettungseinsatz zu Stelle. Ein Army-Hubschrauber rettet Menschen vom Dach des Heizkraftwerkes.

25. und 26. Juni 1966

Auf der Theresienwiese begeht die Freiwillige Feuerwehr München ihren 100. Geburtstag mit allen 30 Einsatzwagen und präsentiert stolz ihr erstes Fahrzeugfunkgerät (FuG7a). Die Investition lohnt sich: 1966 rückt die Freiwillige Feuerwehr allein zu ausgedehnten Bränden auf der Mülldeponie Großlappen 83 mal aus.

Juli 1968

Das Gesetz zur Erweiterung des Katastrophenschutzes tritt in Kraft. Im November des selben Jahres bekommt die Freiwillige Feuerwehr aus den Beständen des Bundes insgesamt sieben neue Tanklöschfahrzeuge (TLF 16) und Löschgruppenfahrzeuge (LF 16 TS), hier bei einer Übung.

21. Februar 1969

Ein schweres Unglück beim U-Bahn-Bau erschüttert die Münchner. In 26 Metern Tiefe bricht unter dem Marienhof hinter dem Rathaus morgens um 7:56 Uhr Feuer aus. Der Brand fordert drei Tote. Die Freiwillige Feuerwehr löscht unter anderem mit einem Schaumrohr.