Super-Airbus nun endlich auch bei der FF München

Seit heute (1. April 2019) ist die Flotte der Freiwilligen Feuerwehr München (FFM) nun endgültig komplett: Der Airbus-Super-Jumbo ergänzt als weltgrößtes Löschflugzeug die bisherige Ausstattung der FFM.

Die zahlreichen Waldbrände im Jahr 2018 im Großraum München weckten bei der Freiwilligen Feuerwehr München den Bedarf nach einem eigenen Löschflugzeug. Die Kaufverhandlungen waren zäh und beharrlich, schließlich entschloss sich ein europäische Unternehmen dazu, ein Vorbild zu sein und die Münchner Feuerwehr mit einem adäquaten Einsatzmittel auszustatten. Beschleunigt wurden die Verhandlungen dann schlussendlich durch das überraschende Produktions-Aus des größten Passagierflugzeugs der Welt. Das nahe Ende sorgte für einen erheblichen Preisnachlass bei der Anschaffung.

Frisch im Design der Feuerwehr München lackiert wurde der auf den Namen München getaufte A380 kürzlich am Flughafen Franz-Josef-Strauß zusammen mit der Kommandofahrzeugen der FFM in Szene gesetzt, diese drei wendigen BMW MINIs werden zukünftig die fliegerische Besatzung zum Alarmstart bringen.

In der kommenden Woche sind der Einbau der feuerwehrtechnischen Innenausstattung durch die Fachkräfte der feuerwehreigenen Werkstätte und die Endabnahme durch die Aufsichtsbehörde avisiert. Parallel dazu werden noch in einer internen Stellenausschreibung engagierte Piloten aus den Reihen der FFM gesucht, um diesen Super-Tanker auch entsprechend fliegen zu können.

Der breiten Öffentlichkeit wird der AIRBUS auf der Münchner Theresienwiese im Rahmen des Münchner Blaulichtfestivals am 11. Mai 2019 präsentiert, siehe www.blaulichtfestival.de.

Technische Daten des Super-Tankers

  • Fassungsvermögen Löschwasser: über 88.000 Liter bestes Isarwasser in acht Tanks
  • Höchstgeschwindigkeit: 1.185 km/h
  • Reichweite: ca. 15.000 km

Die Wassertanks des Flugzeugs können mit zwei verschiedenen Verfahren entleert werden. Unter starkem Druck können große Mengen auf einmal ausgestoßen werden. Genauso ist es aber möglich, die Flüssigkeit als stärkeren Regen niedergehen zu lassen, wobei dieser am Boden tropfenweise ankommt. Die unterschiedlichen Beregnungsverfahren werden je nach Art des Brandes eingesetzt. Zudem kann das Flugzeug Schneisen legen, um Brände zu lokalisieren oder eine Weiterverbreitung zu erschweren.

Der Super-Tanker kann beim Abregnen in Höhen von nur 120 bis 240 Metern über dem Brand mit einer Geschwindigkeit von etwa 260 Kilometern pro Stunde fliegen. Bei jedem Überflug kann ein Streifen von bis zu 6 Kilometern Länge bewässert werden. Bis zu acht Wasserladungen können so pro Flug ablassen werden. Gewöhnliche Löschflugzeuge dagegen müssten mehrfach landen und nachtanken, um dasselbe Ergebnis zu erzielen. Dieser Flieger kann acht gewöhnliche Löschflugzeuge ersetzen.