Gerätehäuser der FF München – Teil 3: Der Wiederaufbau nach dem Krieg

In dieser Zeitreise geht es um die Inventur nach dem Zweiten Weltkrieg und das zweite große Gerätehausprogramm der FF München in den 1970er-Jahren. Damit geht unsere Reise durch die Geschichte und der Geschichten der FF München zuende.

1954 – Bildinventur bei den Gerätehäusern

Im Jahr 1954 führte die Branddirektion mit Unterstützung des „Fire Marshal“ eine Bilddokumentation der damals genutzten Gerätehäuser durch. Viele der Bilder wurden bereits in den vorangegangenen Kapiteln gezeigt. 

Darüber hinaus wurde der Begriff „Löschgruppe“ für die Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr wieder eingeführt, da in der Nachkriegszeit bei der Berufsfeuerwehr taktisch in Einheiten der Löschgruppe alarmiert wurde. So bildeten zum Beispiel ein Löschfahrzeug (LF) oder die Kombination aus Tanklöschfahrzeug (TLF) und Drehleiter (DL), wie sie auf den Nebenwachen eingesetzt wurden, eine Löschgruppe mit insgesamt neun Einsatzkräften. 

Diese Bezeichnung übertrug man auch auf die Freiwillige Feuerwehr München, da die Ausstattung der Abteilungen in der Nachkriegszeit in der Regel aus lediglich einem Fahrzeug bestand. Die zuvor im Krieg verwendeten Bezeichnungen „Löschzug“ oder „Halblöschzug“ fielen somit vollständig weg. 

Löschgruppe 08 – Moosach 

Das Gerätehaus der Löschgruppe Moosach blieb im Krieg nahezu unbeschädigt und erfüllte weiterhin seine Funktion. Lediglich die Beschriftung wurde im Zeitraum der vorhandenen Bilder von 1936 aus dem „Pini-Album“ und der Inventur von 1954 auf „GERÄTEHAUS“ geändert, statt der früheren Bezeichnung „Feuerhaus Abteilung 8“. 

Im Jahr 1973 wurde das 1838/39 erbaute Gerätehaus zusammen mit der Kirche und dem Moosacher Schlössl unter Ensembleschutz gestellt. Nachdem die Abteilung in ein neues Gerätehaus umgezogen war, wurde das Gebäude jedoch 1980 abgerissen. 

Löschgruppe 09 – Milbertshofen 

Am Gerätehaus hatten die morschen Tore, die bereits der Löschgruppenführer am 7. August 1943 wegen Wurmbefalls beanstandet hatte, während des Krieges keine Reparatur erfahren. Einer Randnotiz zufolge nahm der Schreiner, der aus Arbeitsüberlassung zur Reparatur herangezogen werden sollte, die Arbeit nicht an. 

Am 25. Februar 1946 meldete die Branddirektion dem Liegenschaftsamt eine „Beschädigung im Luftkrieg“ an den defekten Toren, mit der dringenden Bitte um Instandsetzung, damit die Löschgruppe Milbertshofen wieder einsatzfähig wäre. Ansonsten blieb das Gebäude im Luftkrieg weitgehend unversehrt. 

Die intensiven Bautätigkeiten der Stadt während der Wirtschaftswunderzeit führten jedoch 1962 zum Abriss des Gebäudes. Aufgrund des Baus des Mittleren Rings musste das Gerätehaus der neuen Hauptverkehrsader weichen, wodurch die Löschgruppe aufgelöst wurde. 

Ursprünglich war die Löschgruppe Harthof eine Unterabteilung von Feldmoching und als LG 22a bezeichnet. Nach Auflösung der LG 09 im Jahr 1962 wechselten einige Mitglieder nach Harthof, und die Löschgruppe übernahm zusammen mit Moosach den bisherigen Ausrückbereich von Milbertshofen.

Löschgruppe 10 – Oberföhring  

Auch das Gerätehaus der Löschgruppe Oberföhring überstand den Krieg unbeschadet, litt jedoch in seiner Bausubstanz. Da es nicht besonders groß war, wurden während des Krieges wiederholt Garagen angemietet, um größere Fahrzeuge des Löschschutzes dort unterzubringen. 

Nachdem die Abteilung 12 Engelschalking nicht wieder gegründet wurde, übernahm die Löschgruppe Oberföhring das Gerätehaus an der Ostpreußenstraße 88 als Filialgerätehaus, das bis heute genutzt wird.

Löschgruppe 11 – Berg am Laim 

Am 7. September 1943 wurde das Gerätehaus bei einem Luftangriff zerstört. Beim Wiederaufbau entwendete die NSDAP-Ortsgruppe etwa 2.000 Ziegelsteine für eigene Zwecke, was nachträglich vom Gauleiter genehmigt wurde. 

Dennoch gelang es der für den Bereich zuständigen Feuerwehreinheit des Luftschutzes, das Gerätehaus provisorisch instand zu setzen. 

Da die Abteilung nach dem Krieg nicht wieder gegründet wurde, wurde das Gerätehaus später abgebrochen. An seiner Stelle befindet sich heute ein großer Wohnkomplex. 

Löschgruppe 13 – Perlach 

Beim ersten Gerätehausprogramm konnte in Perlach die Umrüstung auf größere Tore wegen fehlender finanzieller Mittel nicht durchgeführt werden. 

Dies rächte sich im Verlauf des Krieges, da durch die Zuteilung großer Kraftspritzen die Tore vergrößert werden mussten – und das in Zeiten knapper Ressourcen. 

Das erforderliche Material wurde daher förmlich „zusammengestohlen“ bei zuständigen Stellen. So bezog man das Baueisen von der Fliegerschadensstelle, und der Instandsetzungsdienst der Luftschutzbereitschaft richtete die Tore mit hydraulischen Winden aus. 

Die Umbauarbeiten führten die Kräfte der Feuerwehr- und Luftschutzpolizei in Eigenregie durch, nicht ohne zuvor einen „Antrag auf Ausnahme vom Bauverbot“ bei der Lokalbaukommission einzuholen. Dieser Antrag kostete die Stadt 34,20 Reichsmark.

Löschgruppe 14 – Waldperlach

Die Abteilung 14 Waldperlach wurde bereits Ende 1940 aufgrund der Entfernung zur Stadtmitte aus den Luftschutzeinsätzen herausgenommen. 

Das Gerätehaus blieb somit unbeschädigt, litt jedoch unter „Nichtbenutzung“. Dennoch wurden regelmäßig Reservefahrzeuge des Luftschutzes dort eingestellt. 

Löschgruppe 15 – Freimann

Das Gerätehaus in Freimann wurde nicht verändert; die Tore funktionierten gerade noch für kleinere Luftschutzfahrzeuge wie das LF 8 oder das Schlauchlöschfahrzeug (SLF). 

Später wurden die zwei Tore zu einem größeren Tor umgebaut, um Platz für ein neues Fahrzeug zu schaffen.

Löschgruppe 18 – Trudering

Die Aufnahmen von 1954 zeigten das Gerätehaus in Trudering noch unverändert gegenüber denen aus dem Jahr 1936. 

Ende der 1950er beziehungsweise Anfang der 1960er Jahre erfolgte ein umfangreicher Umbau des ehemaligen Bauernhofs. Eine Aufnahme vom 5. April 1963 zeigt nun einen völlig veränderten Baukörper. 

Das typische Schleppdach des Bauernhofstadels ist verschwunden. Statt des kleinen Gerätehausremises und der ehemaligen Einfahrt zum Stall sind nun drei gleich große Einfahrtstore zu sehen. 

Das frühere Bauernhaus wurde in einen zweckmäßigeren Behördenbau umgewandelt, und das Obergeschoss des Stallgebäudes wurde ausgebaut. 

Die Löschgruppe Trudering erhielt für ihre bestehenden Fahrzeuggassen ein neues Tor, während das restliche Gebäude von der Bezirksinspektion genutzt wurde.

14. November 1964 – Langwied erhält ein neues Gerätehaus

Abgesehen von diversen Verbesserungen, wie beispielsweise der in Eigenregie durchgeführten Torvergrößerung am Gerätehaus Lochhausen in den 1950er Jahren, um ein LF 25 unterzubringen, fand der erste Neubau im Jahr 1964 statt. 

Das alte Gerätehaus in Langwied war seit Jahren baufällig, und eigentlich passte kaum ein Tragkraftspritzenanhänger in die marode Garage. 

Daher wurde vor dem bestehenden Gebäude aus Mitteln der Branddirektion ein neues, größeres Gerätehaus errichtet, das für ein modernes Fahrzeug der 1960er Jahre ausreichend war. 

Anschließend wurde das alte Gebäude von der Löschgruppe Langwied-Lochhausen selbst abgebrochen. 

Zur Einweihung des neuen Hauses erhielt die Löschgruppe zudem ein neues Fahrzeug, das zusammen mit dem Gebäude übergeben wurde. 

22. Oktober 1967 – Riem erhält endlich den seit Jahren geforderten Umbau

Bereits seit der Übernahme der Löschgruppe 1937 sollte die viel zu kleine Fahrzeuggasse im Armenhaus erweitert werden. 

Letztendlich scheiterte dies jedoch immer am Eigentümer des Gebäudes, der Reichspost. 

1967 war es endlich soweit: Das Gerätehaus erhielt einen Anbau, und die Tore der alten Gasse wurden vergrößert, sodass zumindest ein TLF 8 des Löschschutzheerdienstes knapp hineinpasste. 

Der Umbau erfolgte mit Mitteln und durch Kräfte der Berufsfeuerwehr. Zusätzlich wurde ein kleiner Aufenthaltsraum eingerichtet, sodass am 22. Oktober 1967 feierlich das „neue Gerätehaus“ eingeweiht werden konnte.

27. Juni 1970 – Umbau in Feldmoching zum 100-jährigen Bestehen

Zum 100. Gründungsfest wurde das bestehende Gerätehaus der Löschgruppe Feldmoching umgebaut. 

Für ein sicheres Ausrücken wurde die Ausfahrt von der Josef-Frankl-Straße in den Innenhof verlegt. 

Damit wurde ein gefahrloses Einsteigen der Einsatzkräfte möglich, und die Einsatzfahrzeuge fuhren von nun an über die Feldmochinger Straße aus. 

Frühjahr 1972 – Waldperlach wird für Olympia ertüchtigt

1971 begann die Renovierung und der Ausbau des Gerätehauses in Waldperlach. 

Aus der ehemaligen Schirmeisterwohnung wurde ein Schulungs- und Aufenthaltsraum mit sanitären Anlagen sowie einer Teeküche geschaffen. Außen erhielt das Gebäude einen neuen Anstrich, und die Tore wurden instandgesetzt. 

Zudem wurde der morsche Zaun erneuert, und hinter dem Haus entstand eine gepflasterte Einfahrt mit Gartentor, die bei Bedarf als Stellplatz für ein Einsatzfahrzeug genutzt werden konnte. 

Dieser Bedarf bestand regelmäßig, da zumindest bei frostfreiem Wetter ein TLF 8/8 auf Unimog-Basis des Löschschutzheerdienstes dort stationiert war. 

Der Umbau diente vor allem der Olympiade, denn im Südosten entstand damit ein Stützpunkt für die Tagesbereitschaft. Während die Einsatzkräfte auf Einsätze warteten, wurde der Garten neu gestaltet. 

Waldperlach erhielt damit das einzige „Feuchtbiotop“ der Feuerwehr München mit eigenem Teich, in dem sich Goldfische und Frösche ansiedelten.

Sommer 1972 – Auch ein Umbau für die Löschgruppe Großhadern

Großhadern erhielt einen Büroraum für den Bereichs- und Löschgruppenführer sowie einen Aufenthalts- und Unterrichtsraum mit den entsprechenden Nebenräumen.

1. Oktober 1972 – Garagenanmietung im Waldfriedhof-Viertel  

Das Gerätehaus der neu gegründeten Löschgruppe Waldfriedhofviertel befand sich in einer angemieteten Garage im Hof des Anwesens Waldfriedhofstraße 56. 

Anfangs war sie mit einem Vorauslöschfahrzeug (VLF) auf Unimog-Basis aus dem Katastrophenschutz besetzt. Daher rückte die Löschgruppe zunächst nur gemeinsam mit der „Mutter“ Großhadern aus. 

Nachdem die Löschgruppe Waldfriedhofviertel 1974 ein Löschgruppenfahrzeug LF 16 „Korea“ erhielt, wurde sie eigenständig. 

Im Laufe des Jahres 1975 erhielt die Löschgruppe im Rahmen des erweiterten Katastrophenschutzes einen Hilfsrüstwagen und einen Schlauchkraftwagen. 

Diese neuen Fahrzeuge fanden in der alten Feuerwache 2 der Berufsfeuerwehr in der Boschetsrieder Straße 33 Platz. Dort wurden der Löschgruppe außerdem zwei weitere Räume zur Verfügung gestellt, um Übungen und Schulungen geordnet durchzuführen. 

Im Einsatz rückte die Löschgruppe nun von ihren zwei getrennten Standorten aus.

Sommer 1973 – Eine Behelfsgarage für Harthof

Für die Löschgruppe Harthof wurde eine Behelfsgarage aufgestellt, um weitere Fahrzeuge unterstellen zu können. 

1973 – Eine neue Heimat für die Löschgruppe Stadtmitte im Zentrum für Katastrophenschutz (ZfK)

Das Zentrum für Katastrophenschutz (ZfK) wurde nach einer kurzen Zwischennutzung während der Olympiade 1972 am 21. April 1975 feierlich durch Innenstaatssekretär Erich Kiesl seiner Bestimmung übergeben. 

Neben den Facheinheiten des Katastrophenschutzes wurde das ZfK im Jahr 1973 auch zur neuen Heimat der Löschgruppe Stadtmitte. Durch die Nutzung der Löschgruppe wurde das ZfK somit auch zu einem „Gerätehaus“ der Freiwilligen Feuerwehr München. 

Unter dem Areal befand sich eine große Zivilschutz-Mehrzweckanlage (Bunker), die während des Kalten Krieges ausgelegt war, um rund 3.000 Menschen Schutz bei einem atomaren oder konventionellen Angriff zu bieten.

Dieser Münchner Bunker sollte ein Musterbau für die gesamte Bundesrepublik werden. Damals war geplant, in ganz Deutschland zehn dieser überdimensionalen Schutzräume zu errichten.

10. Mai 1974 – Neue Räume für das Kommando

Das Kommando zog erneut in die Hauptwache, diesmal in die Räume am Unteren Anger 7. 

Die Kleiderkammer wurde in freie Räume im umgebauten Gerätehaus der Löschgruppe Feldmoching in der Josef-Frankl-Straße 55 verlegt.

19. Oktober 1974 – Neues Gerätehaus für die Löschgruppe Waldtrudering

Das alte Gerätehaus der Löschgruppe Waldtrudering, der 1922 erbaute Wasserturm und der benachbarte „Turmwirt“ wurden im Zuge der Verbreiterung der Wasserburger Landstraße abgerissen. Ursprünglich war 1969 im Stadtrat eine sechsspurige Ausfallstraße geplant. Letztendlich wurde jedoch 1973 durch eine Bürgerinitiative eine vierspurige Straße mit Mittelstreifen, großzügigem Fußgängerbereich und Parkbuchten auf der Alleestraße beschlossen. 

Im Rahmen dieser Maßnahmen erhielt die Löschgruppe Waldtrudering auf dem frei gewordenen Grundstück des Turmwirts und des alten Gerätehauses samt Wasserturm den ersten umfassenden Neubau eines Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr München seit dem Zweiten Weltkrieg. 

Das neue Gerätehaus wurde am 19. Oktober 1974 zusammen mit dem Bauabschnitt der neuen Wasserburger Landstraße eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben. 

Das Gebäude stellte zudem einen Prototyp für zukünftige Neubauten der Freiwilligen Feuerwehr München dar. Es wies eine Besonderheit auf: Die Fahrzeughalle verfügte über sechs Tore, davon drei zur Wasserburger Landstraße, die ein schnelles Ausrücken ohne Kreuzungsverkehr mit den ankommenden Kräften ermöglichten, die über den Hinterhof anrückten. Die anderen drei Tore führten zum Hinterhof. So konnten die Fahrzeuge problemlos von dort in die Fahrzeughalle einfahren, ohne den Verkehr auf der Wasserburger Landstraße durch umständliches Rangieren zu behindern. 

25. Oktober 1975 – Freimann erhält das zweite neue Gerätehaus

Die Zustände im alten Gerätehaus der Löschgruppe Freimann waren, wie bei vielen Gerätehäusern jener Zeit, nicht mehr tragbar. 

In Freimann ergab sich jedoch die Möglichkeit, auf dem bestehenden Grundstück ein weiteres Mustergerätehaus zu errichten. Während in Waldtrudering ein zusammenhängender Baukörper entstand, wurden in Freimann die Fahrzeughalle und das übrige Gebäude mit Schulungs- und Aufenthaltsräumen, Sanitäranlagen sowie Büro getrennt errichtet. 

Aufgrund der Grundstücksverhältnisse musste die Fahrzeughalle hinter dem Funktionsgebäude platziert werden. Dies führte bedauerlicherweise zum Kompromiss, dass es im Alarmfall zu Kreuzungsverkehr zwischen ankommenden und ausrückenden Kräften kam. 

1976 – Renovierung des Gerätehauses in Aubing

Das alte Gerätehaus von 1926 wurde umfassend modernisiert: Die Fahrzeughalle wurde instandgesetzt, eine Warmwasserheizung mit Warmwasserversorgung eingebaut sowie die gesamte Be- und Entwässerung und Elektroinstallation erneuert. 

Zudem entstanden ein Schulungsraum, Büros für den Bereichs- und den Abteilungsführer, eine Teeküche sowie Wasch- und Duschräume.

1977 – Kleinere Instandsetzungen in mehreren Gerätehäusern

In den Gerätehäusern der Abteilungen Freimann, Großhadern, Lochhausen, Waldperlach und Waldtrudering wurden kleinere Instandhaltungsarbeiten und Umbauten vorgenommen. 

Kommandant Reuter bemerkte hierzu: 

„… diese baulichen Maßnahmen sind angesichts des annähernd gleichgebliebenen Mannschaftsstandes der Freiwilligen Feuerwehr München für die Zukunft von größter Wichtigkeit. Es zeigte sich, dass der Zusammenhalt der aktiven und passiven Mitglieder der Abteilungen durch die Neugestaltung der Gerätehäuser überaus positiv beeinflusst wurde …“ 

18. März 1978 – Einweihung des neuen Gerätehauses der Abteilung Moosach

Bereits vor Kommandant Reuters Brandrede auf der Jahreshauptversammlung 1977 wurde der dritte Neubau eines Gerätehauses für die Abteilung Moosach in Angriff genommen. Am 18. März 1978 wurde das Gebäude seiner Bestimmung übergeben. 

Der Neubau in der Feldmochinger Straße 1 ersetzte die hoffnungslos veraltete Unterkunft der Abteilung Moosach am Moosacher St.-Martins-Platz. 

Das neue Gerätehaus wurde ebenfalls als „Gerätehaustyp FF München“ ausgeführt: Drei Fahrzeuggassen in einem eigenständigen Gebäude mit Ein- und Ausfahrt, ähnlich wie in Freimann. 

Das Gebäude ähnelt dem Freimanner Haus, diesmal jedoch mit an die Fahrzeughalle angeschlossenem Wohnbereich für den Gerätewart sowie allen erforderlichen Nebenräumen wie Aufenthalts- und Unterrichtsraum, Büro des Bereichs- und Abteilungsführers sowie Dusch- und WC-Anlagen. 

1978 – Modernisierung des Gerätehauses Obermenzing

Das Gerätehaus der Abteilung Obermenzing wurde vollständig umgebaut. 

Neben der Trockenlegung der Kellerwände wurden die gesamte Be- und Entwässerung erneuert, eine Hebeanlage sowie eine Warmwasserheizung mit Warmwasserversorgung installiert. Die Elektroanlage wurde erneuert und das Dach renoviert. 

Im Laufe des Jahres 1978 stand der Abteilung Obermenzing somit ein Gerätehaus mit zwei Fahrzeuggassen, einem Schulungsraum, einem Büro für den Abteilungsführer, einer Teeküche sowie Wasch- und Duschgelegenheiten und allen weiteren erforderlichen Nebenräumen zur Verfügung.

14. Juli 1979 – Neubau in Oberföhring

Im Juli 1979 war es endlich soweit: Als erstes wurde das Gerätehaus der Abteilung Oberföhring eingeweiht. 

Der Baukörper von Oberföhring ähnelte dem Mustergerätehaus in Freimann. Lediglich das Feuerwehrdienstgebäude zeichnete sich durch eine leicht modifizierte Außenhülle aus. So befand sich der Balkon für die Hausmeisterwohnung nicht an der Seitenwand, sondern war in den Giebel integriert.

21. Juli 1979 – Neubau in Langwied-Lochhausen

Nur sieben Tage später folgte die Einweihung des Gerätehauses der Abteilung Langwied-Lochhausen. 

Auch hier handelte es sich um einen Musterbau, da Fahrzeughalle und Gebäude einen einheitlichen Baukörper mit gemeinsamem Satteldach bildeten. Zudem wurden Schleppdach und Sprossenfenster verwendet, um das Ensemble an den landwirtschaftlich geprägten Ort anzupassen. 

Nach Fertigstellung des Neubaus in Langwied wurde das erst 1964 errichtete Gerätehaus abgebrochen, um Platz für einen Parkplatz der Einsatzkräfte zu schaffen. Diese Maßnahme erfolgte erneut in Eigenregie der Mitglieder der Abteilung Langwied-Lochhausen.

8. September 1979 – Neubau in Harthof

Im Herbst war auch für Harthof der Zeitpunkt gekommen, das neue Gerätehaus feierlich einzuweihen. 

Harthof erhielt eine neue Interpretation des Gerätehausprogramms: Ein Eckbau mit Pultdach und großem Balkon. 

Der Balkon sowie die teilweise Ausführung mit Sprossenfenstern führten zu einer Mischung aus Land- und Stadtbau, was dem sich entwickelnden Stadtteil entsprach.

13. Oktober 1979 – Neubau in Michaeliburg

Ebenfalls im Herbst wurde das Gerätehaus der Abteilung Michaeliburg bezogen und feierlich eingeweiht. 

Michaeliburg stellt eine spiegelbildliche Mischung aus den Neubauten von Waldtrudering und Moosach dar. 

Besonders bedeutend für Michaeliburg war, dass die Abteilung bis zur Belegung noch das einzige Fahrzeug (Korea-Löschfahrzeug) besaß. 

Für das Berichtsjahr 1980 konnte ein Zuwachs auf drei Fahrzeuge vermeldet werden (Korea-Löschfahrzeug, LF 16 TS und TLF 8 vom Bund).

24. April 1980 – Neubau in Forstenried

Das neue Gerätehaus wurde bereits am 4. Mai 1979 in Betrieb genommen, die feierliche Einweihung erfolgte jedoch erst im April 1980. 

In Forstenried entstand mit einigen Änderungen ein spiegelbildlicher Baukörper wie in Langwied. 

Diesmal jedoch mit weniger Landhaus-Elementen: Das Schleppdach war als separater Anbau ausgeführt und der moderne Balkon besaß keinen Dachvorsprung. 

Die Sprossenfenster mit Fensterläden passten sich harmonisch in das dörfliche Gesamtbild von Forstenried ein. 

26. Oktober 1980 – Neubau in Riem

Im Herbst wurde das sechste Gebäude des Neubauprogramms in Riem übergeben. 

Der Baukörper ähnelt fast einem Zwilling des Harthof-Gerätehauses, jedoch mit abgesetztem Satteldach und einem Eckvorsprung im Gebäude. 

Auch hier wurde mit Sprossenfenstern eine Symbiose mit der ursprünglichen landwirtschaftlichen Ortsstruktur geschaffen. In Riem wurde darüber hinaus eine kreuzungsfreie An- und Abfahrt für die Einsatzkräfte ermöglicht.

14. März 1981 – Neubau in Sendling

Nachdem Langwied und Lochhausen anstelle von zwei Gerätehäusern nur ein gemeinsames erhielten, wurde für die jüngste Abteilung Waldfriedhofviertel in Sendling an der Zillertalstraße 25 ein neues Gerätehaus errichtet. 

Dieses Gebäude unterscheidet sich deutlich von den anderen: Mit modernem städtischem Baustil, Sichtbetonbauweise und erstmals einem Nutzbereich über der Fahrzeughalle fügte sich das Gerätehaus passgenau in die urbane Umgebung ein.

10. Oktober 1981 – Neubau in Perlach

Das achte Gerätehaus des Neubauprogramms wurde im Oktober feierlich für die Abteilung Perlach übergeben. 

Das Haus wurde im Winkel aufgebaut, mit der Fahrzeughalle vollständig vor dem Gebäude. 

Gestalterisch wurde ein ländlich-vorstädtischer Stil mit Satteldach und Überhängen gewählt, der sich gut in die Umgebung einfügt. 

Aufgrund der Geländegröße ist wie bei einigen anderen Neubauten keine kreuzungsfreie Ein- und Ausfahrt für die Einsatzkräfte möglich.

15. Mai 1982 – Neubau in Ludwigsfeld

Das vorletzte Gerätehaus wurde im Frühjahr 1982 an die Abteilung Ludwigsfeld übergeben. Wie in Langwied-Lochhausen und Forstenried entstand ein zusammenhängender Baukörper. 

Das Gebäude besitzt ein höheres Satteldach, sodass das Dachgeschoss entsprechend ausgebaut wurde. Der dafür notwendige Giebel für das Treppenhaus unterstreicht das ländliche Vorstadt-Ensemble des Nutzbaus.

27. August 1983 – Neubau in Trudering

Mit dem Gerätehaus in Trudering wurde im August 1983 der letzte Bau des Neubauprogramms übergeben. Es stellt die spiegelbildliche Bauweise von Perlach dar. Bis auf Sendling und Waldtrudering weisen alle Gebäude des Neubauprogramms zwei – wenn auch spiegelbildliche – Zwillinge bei Baukörper und Anordnung auf. 

Alle Neubauten verfügten bei Erstellung über drei Fahrzeuggassen, Unterrichts- und Aufenthaltsräume, ein Büro für die Abteilungsführung, Gerätewartwerkstatt, sanitäre Anlagen (Dusch- und WC-Anlagen) sowie eine Hausmeisterwohnung.

22. Oktober 1983 – Erweiterung und Umbau des Gerätehauses Allach

Am 22. Oktober 1983 wurde der Abteilung Allach ihr umfassend renoviertes Gerätehaus an der Eversbuschstraße 134 offiziell übergeben. 

Der Umbau und die Instandsetzung erfolgten mit einem Eigenleistungsanteil der Branddirektion von 85.500 DM bei Gesamtkosten von 260.500 DM. 

Die Unterkunft besitzt wie die Neubauten drei Fahrzeuggassen und bietet alle erforderlichen Aufenthalts-, Schulungs- und Nebenräume.

19. Oktober 1985 – Erweiterung und Umbau des Gerätehauses Großhadern

Der Umbau zur Erweiterung des Gerätehauses der Abteilung Großhadern, der zum Jahreswechsel 1983/84 begann, wurde zu Jahresbeginn 1985 abgeschlossen. 

Das erweiterte und umfassend renovierte Gerätehaus entspricht nun voll den aktuellen Standards der Freiwilligen Feuerwehr München mit drei Fahrzeuggassen, Unterrichtsraum, Büro für die Abteilungsführung, Aufenthaltsraum und modernen sanitären Einrichtungen. 

Im Zuge des Umbaus wurde zudem ein kleiner, freundlicher Büroraum für die Unterbringung des Archivs der Freiwilligen Feuerwehr München geschaffen. 

Wie alle Festredner bei der Einweihungsfeier am 19. Oktober 1985 nach einem Besichtigungsrundgang feststellten, verdient die hervorragende Arbeit der Beamten der Berufsfeuerwehr bei Umbau und Renovierung besondere Anerkennung, da die Arbeiten im Wesentlichen in Eigenregie der Branddirektion durchgeführt wurden.

1985 – Renovierung des Filialgerätehauses Lochhausen

Auch das Gerätehaus der Abteilung Lochhausen an der Johannes-Tanner-Straße wurde 1985 in Eigenregie der Branddirektion renoviert.

1. September 1985 – Kommando und Kleiderkammer nun in der Feuerwache 3

Im September wurden im 2. Obergeschoss der Feuerwache „Westend“ der Berufsfeuerwehr an der Heimeranstraße neue Büroräume bezogen. 

Da auch die Einrichtung neu zur Verfügung gestellt wurde, konnte die Gestaltung der Räume optimal auf die Anforderungen des Bürobetriebs im Kommando abgestimmt werden. 

Nach etwa zwölfjähriger Unterbrechung sind Kleiderkammer und Kommando der Freiwilligen Feuerwehr wieder im selben Gebäude untergebracht. 

Die freundliche Aufnahme und Unterstützung durch die Kollegen der Berufsfeuerwehr bei Einzug schuf ein Klima, in dem man sich sofort wohl und „zuhause“ fühlt.

15. Mai 1987 – Erweiterung des Gerätehauses Feldmoching

Nachdem die Kleiderkammer in die Feuerwache 3 umgezogen war, konnte im Gerätehaus Feldmoching ein Umbau durchgeführt werden. 

Neue Sozialräume sowie ein Unterrichts- und Aufenthaltsraum wurden am 15. Mai 1987 von Herrn Oberbranddirektor Karl Seegerer in Anwesenheit von Herrn Ltd. BD Hans Brandl und Herrn SBI Hans Metz an die Abteilung Feldmoching übergeben. 

Besonders hervorzuheben ist, dass die Modernisierungs- und Renovierungsarbeiten im Wesentlichen in Eigenregie von der Berufsfeuerwehr vorgenommen wurden.

1989 – Beginn der Nachrüstung von Druckluftanlagen

Die modernen Fahrzeuge mit Federspeicherbremse (Druckluftbremse) hatten den Nachteil, dass sich bei längerer Standzeit der Druckluftspeicher langsam entleerte. 

Beim Start musste der Druckluftspeicher dann erst durch den eigenen Kompressor im Fahrzeug bei laufendem Dieselmotor wieder gefüllt werden, was bis zu einer Minute dauern konnte. 

Neben einer verzögerten Ausrückezeit führte dies auch zu unnötigen Dieselabgasen in den Fahrzeughallen. 

Um dies zu vermeiden, wurden ab 1989 in allen Gerätehäusern der Freiwilligen Feuerwehr München Druckluftanlagen installiert, die permanent für Luftdruck in den Kesseln der Fahrzeugbremsen sorgen. 

Somit konnten die Fahrzeuge nach dem Start unverzüglich aus der Fahrzeughalle fahren und sofort zum Einsatz ausrücken.

1991 – Bautätigkeit in Münchner Gerätehäusern

1991 wurde begonnen, in einigen Gerätehäusern die kostenintensiven Heizungen umzubauen. 

Im Gerätehaus Forstenried wurde der Speicher über der Fahrzeughalle für den Verpflegungstrupp hergerichtet. 

Die Jugendgruppe des Bereichs Süd hat unter Anleitung der Jugendwarte das alte Gerätehaus der Abteilung Forstenried, das der Jugend als Garage für ein LF 8 zur Verfügung steht, wieder „auf Vordermann“ gebracht. Dabei führten die Jugendlichen selbst Arbeiten wie das Streichen der Fensterstöcke und Türen mit einem Arbeitsaufwand von etwa 500 Stunden durch.

4./5. Juli 1992 – Aubing erhält endlich eine neue Fahrzeughalle

Die Fertigstellung erfolgte rechtzeitig zum 110-jährigen Jubiläum der Abteilung am 4. und 5. Juli 1992. 

Gleichzeitig wurde das „alte“ Gerätehaus umfassend renoviert und im Dachgeschoss eine Hausmeisterwohnung eingebaut. 

Durch Erhaltungsmaßnahmen für die beiden Kastanienbäume an der Westseite des Grundstücks kam es zu Bauverzögerungen und einer Verteuerung des Hallenbaus von 1.000.000 DM auf 1.250.000 DM. 

Die Unterstellplätze im alten Gerätehaus wurden von der Feuerwehr München anderweitig genutzt, beispielsweise für die Unterstellung der „Seegerer-Sammlung“.

1992 – Umfangreicher Umbau in Solln

Im Gerätehaus Solln wurde 1990 mit einem umfangreichen Umbau begonnen. In den Kellerräumen wurden sanitäre Anlagen und ein kleiner Aufenthaltsraum eingebaut. 

1991 startete die Modernisierung der Fahrzeughalle. Der Endausbau des Bereitschaftsraums wurde bis Frühjahr 1993 abgeschlossen. 

Aus dem alten Gerätehaus Solln entstand damit ein zweckmäßiges und zeitgemäßes Gebäude, das vermutlich auch den Ansprüchen der nächsten Jahrzehnte gerecht wird. 

In der Fahrzeughalle wurde erstmals eine Absauganlage installiert.

1993 – Die dritte Fahrzeuggasse in Feldmoching

1992 erfolgte am Gerätehaus Feldmoching der Anbau der dritten Fahrzeuggasse. Gleichzeitig wurde der gesamte Hof abgesenkt, sodass umfangreiche Erdarbeiten notwendig waren. 

Zeitweise mussten die Einsatzfahrzeuge ausgelagert werden, um die Einsatzbereitschaft aufrechtzuerhalten. Bei einem benachbarten Spediteur, der aktives Mitglied der Abteilung Feldmoching ist, konnten die Fahrzeuge sicher untergestellt werden. 

Anfang 1993 standen nur noch einige kleinere Arbeiten an den bestehenden Baulichkeiten aus, sodass Mitte 1993 mit dem Abschluss der Baumaßnahmen gerechnet wurde.

1995 – Umzug der Abteilung Stadtmitte nach Neuhausen

Nach dem Mauerfall 1989 wurde das Zentrum für Katastrophenschutz (ZfK) zu einem Relikt des Kalten Kriegs, und der Bund verlor das Interesse daran, die Immobilien weiterhin aufwändig instand zu halten. 

Die Heizungen in der Fahrzeughalle wurden abgeschaltet, wodurch die Einsatzkräfte sich bei Alarmen in der ungeheizten Halle umziehen mussten – ein unzumutbarer Zustand. Zudem gab es Differenzen mit dem Bund wegen der städtischen Nutzung. 

Solange das Gebäude vom Bund betrieben und Fahrzeuge des Katastrophenschutzes untergestellt waren, war dies für die Freiwillige Feuerwehr München mietfrei. 1995 plante der Bund jedoch, die Unterstellung mietpflichtig zu machen, wodurch die Tage des Gerätehauses der Abteilung Stadtmitte in der Heßstraße gezählt waren. 

Als Interimslösung wurde die ehemalige Polizeifahrschule in der Dachauer Straße 114 genutzt. Da das Grundstück dem Kommunalreferat der Stadt gehörte und sich die Räumlichkeiten nach vorheriger polizeilicher Nutzung eigneten, siedelte die Abteilung Stadtmitte bereits 1995 nach Neuhausen um. 

Fast 20 Jahre lang war diese „Interimslösung“ das Domizil der Abteilung, bis zum Bezug des Neubaus der Feuerwache 4 auf dem Grundstück des ZfK in der Heßstraße.

1998 – Endlich die dritte Fahrzeuggasse für Obermenzing

Ein besonderes Ereignis war am 31. Juli 1999 die Einweihung der neuen Fahrzeughalle der Abteilung Obermenzing. 

Die Landeshauptstadt München bewilligte einen Investitionszuschuss von 195.000 DM für Materialkosten. Mit diesem Zuschuss führten die Mitglieder der Abteilung Obermenzing den gesamten Bau in Eigenregie durch. 

Insgesamt leisteten die Angehörigen der Abteilung Obermenzing 4.500 Stunden Arbeitszeit – eine einmalige Leistung in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr München. 

Dabei darf nicht vergessen werden, dass die Stadt München bei der Planung zunächst Kosten in Höhe von 639.000 DM veranschlagt hatte, die aufgrund von Planungshindernissen kurzzeitig auf bis zu eine Million DM anstiegen. 

Dabei darf nicht vergessen werden, dass die Stadt München bei der Planung zunächst Kosten in Höhe von 639.000 DM veranschlagt hatte, die aufgrund von Planungshindernissen kurzzeitig auf bis zu eine Million DM anstiegen.

2006 – Waldperlach bezieht endlich sein neues Gerätehaus

Die Feuerwehr Waldperlach wurde 1930 mit einem gemieteten Holzschuppen nach München eingemeindet. Beim ersten Gerätehausprogramm 1936 erhielt sie den größten Neubau mit zwei Fahrzeuggassen und einer kleinen Schirmeisterwohnung. 

Nach dem Krieg gehörte Waldperlach neben den wohlhabenden eingemeindeten Feuerwachen wie Obermenzing, Solln, Freimann, Aubing oder dem neu errichteten Haus in Allach zu den funktionsfähigsten Gerätehäusern Münchens. Die Ertüchtigung im Jahr 1972 brachte neben einem Schulungsraum auch Toiletten, was in vielen Münchner Gerätehäusern damals noch Mangelware war. 

Im Laufe der Jahrzehnte machte sich jedoch ein deutlicher Rückstand bemerkbar. Nach Abschluss des zweiten Gerätehausprogramms war das Gerätehaus am südöstlichen Stadtrand Münchens das kleinste und unzureichendste in der Stadt. 

Der Kampf der Abteilungsführung und des Kommandos für einen Neubau dauerte fast 20 Jahre, doch 2026 wurde dieser schließlich realisiert. 

Ähnlich wie 1937 erhielt Waldperlach wieder das größte Gerätehaus mit sechs Stellplätzen, ausgenommen das Stadtmitte-Haus. Trotz dieser zukunftsweisenden Bauweise wurde aus Kostengründen auf seit damals übliche Ausstattungsmerkmale verzichtet. 

Die fehlende Dienstwohnung war noch verschmerzbar, doch der Verzicht auf ein Kellergeschoss als Lagerraum wird heute deutlich vermisst. 

Eine Schwarz-Weiß-Trennung der Bereiche war bereits bekannt und wurde diskutiert, jedoch nicht weiterverfolgt. Diese Trennung ist erst seit 2019 verbindlich vorgeschrieben. Dennoch entstanden Umkleiden mit kleinen Spinden für persönliche Gegenstände. 

Positiv hervorzuheben sind folgende Entwicklungen, die nach 20 Jahren Rückblick nicht unerwähnt bleiben : 

  • Schulungsraum für bis zu 50 Personen ausgelegt 
  • Das Stüberl bietet im Vergleich zu anderen Feuerwachen Münchens ausreichend Platz 
  • Küchenausbau ermöglicht die Verpflegung der Mannschaft vor Ort 
  • Zwei großzügige Büros für Abteilungs- und Bereichsleitung 
  • Großzügige Sanitäranlagen mit Duschen, getrennt nach Geschlechtern, sowie Behindertentoilette 
  • Ein behindertengerechter Aufzug in die oberen Stockwerke 
  • Notstromaggregat zur Gebäudeeinspeisung und Kraftstromanschlüsse in der Fahrzeughalle 
  • Rolltore statt der früher üblichen Falttore 
  • Großer Übungshof mit Parkplätzen, zwei Zufahrtstoren für sichere Alarm-Ein- und Ausfahrten sowie einem zentralen Benzinabscheider 
  • Mitfahrende Absauganlage an allen Stellplätzen 
  • Gartenfläche mit Möglichkeiten für weitere Bebauung 

Als besonderes Highlight verfügt das Gebäude über eine Dachterrasse mit Alpenblick, welche zu den „Reuter’schen positiven baulichen Maßnahmen“ zählt. Bei den ersten ertüchtigten Gerätehäusern in im Jahr 1977 sprach sich Kommandant Reuter dafür aus, daß positiv Baumaßnahmen die Moral der Mannschaft heben werden.

2025 wurde die Mannschaftsküche umgebaut und dient nun als Satellitenküche für den Verpflegungszug. Damit kann im Einsatzfall eine Verpflegung für 80 bis 100 Personen vorbereitet werden. Die Einsatzverpflegung wird in den größeren Küchen der Abteilung Stadtmitte auf der Feuerwache 4 produziert.

2016 – Die Abteilung Stadtmitte erhält ihr eigens Domizil

2016 konnte auch Stadtmitte ein eigenes Gerätehaus auf dem Gelände der Feuerwache 4 in der Heßstraße 120 beziehen. Der Neubau befindet sich auf dem ehemaligen Gelände des ZfK, wo die Abt. Stadtmitte vor 20 Jahren ausgezogen ist.

Hier teilt sich die Abt. Stadtmitte das Gelände mit der davor gelagerten Feuerwache 4 Schwabin, der neuen Integrierten Leitstelle (ILST), der Bereitschaft Maxvorstadt des Bayerischen Roten Kreuz und dem Katastrophenschutz.

Zusätzlich sind noch weitere Organisationseinheiten der FF München in dem Gerätehaus einquartiert. Die Flughelfer und der Katastrophenschutz der FF München nutzen das Gerätehaus und das Lager mit. Das Gerätehaus ist damit schon wieder vollständig ausgelastet, Spinde und Materiallager reichen bereits nicht mehr aus. Aber die räumliche Nähe der Einheiten überwiegt dieses Manko.

In der Fahrzeughalle stehen zwölf Fahrzeuggassen zur Verfügung und im Gebäude ist eine größere Küche verbaut, die von der Verpfleg-Einheit zur Herstellung der Einsatzverpflegung genutzt wird. Und der größte Schulungsraum der FF München steht auch für stadtübergreifende Veranstaltungen zur Verfügung.

Mit dem Einzug der Abt. Stadtmitte  in die Heßstraße wurde vorerst die letzte Lücke bei den Gerätehäusern geschlossen.

Da aber die damaligen Ersatzbauten der „Indogermanischen Pfahlbauten“ der 1970/80-erJahre seit einigen Jahren nun langsam selbst zu solchen werden, startet nun das dritte Geräthaus-Program der FF München. 

Hierzu und noch viel mehr können Sie demnächst in unserer Chronik nachlesen, die Ende 2026 erscheint.

Quellenhinweise

  • Stadtarchiv München StdA-M DE-1992-BRA-0599 /-0632 /-651 /-0654
  • Chroniken der Abteilungen der FF München

Bildnachweis

  • Pressestelle der BF München
  • FF München Abt. Sendling (SE)
  • FF München Abt. Waldperlach (WP)
  • FF München Abt. Stadtmitte (MI)

Danksagung

  • Der Pressestelle der Branddirektion München für das zur Verfügung gestellte Bildmaterial