Flughelfer der Feuerwehr München im Einsatz bei der Bergwald-Brandbekämpfung

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr wurde die Flughelferstaffel der Feuerwehr München zur Bekämpfung eines Waldbrands im Landkreis Traunstein alarmiert.

Nr. Datum Uhrzeit Ort Meldung Einsatzart Abt.
1 01.08.2026 05:30 Dorfstraße, Unterwössen Überörtlicher Einsatz Flughelfereinsatz FH

Am Mittwochabend, den 29. Juli 2026, brach an der Lackenbergwand bei Oberwössen (Landkreis Traunstein) ein Waldbrand aus. Bereits am folgenden Tag wurde aufgrund der schwierigen Einsatzlage im unwegsamen Gelände der Katastrophenfall ausgerufen. Zur Brandbekämpfung kamen neben zahlreichen Einsatzkräften am Boden auch mehrere Hubschrauber im Löscheinsatz aus der Luft zum Einsatz.

Die Flughelferstaffel der Feuerwehr München wurde mit einem kleinen Team am 1. August 2026 zur Unterstützung angefordert. Zu diesem Zeitpunkt war der Waldbrand in Gewalt, es wurde mit den Nachlöscharbeiten begonnen.

Bei Ankunft des Teams wurde in enger Zusammenarbeit mit der örtlichen Einsatzleitung und den ortsansässigen Feuerwehrkräften die Brandbekämpfung aus der Luft vorbereitet und bei Ankunft der beiden Polizeihubschrauber diese mit der notwendigen Ausrüstung ausgestattet.

Parallel kam es zu einer Lageänderung im Einsatzraum. Im wenige Kilometer entfernten Marquartstein wurde eine Rauchentwicklung oberhalb der Schnappenkirche im Bergwald gemeldet. Die örtlich zuständigen Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Marquartstein waren bereits bei der Brandbekämpfung und forderten Luftunterstützung an. Kurzerhand wurde umdisponiert und der bereitstehende Hubschrauber zum Einsatz gebracht.

In mehreren Umläufen erfolgten gezielte Abwürfe mittels Löschwasseraußenlastbehälter. Der zweite Polizeihubschrauber koordinierte den Einsatz mittels Wärmebildkamera. Hierbei übernahmen die Flughelfer München das Einhängen der Last unter dem Hubschrauber und die Schlauchbefüllung des Bambi-Buckets unter der schwebenden Maschine sowie die Koordination der Befüllmengen. Parallel wurden zwei weitere Transportaufträge für Material in die Hochwand für den Außenlastflug gepackt und mittels spezieller Transportboxen verflogen.

Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurde durch die Einsatzleitung entschieden einen durch die bayerischen Staatsforsten vorgehaltenen Wasserbehälter mit 3.000 Liter Volumen zusammen mit notwendigem Schlauchmaterial und Pumpen auf den Berg bei Marquartstein zu fliegen. Zur Koordination des Lastablageortes im Berg wurde ein Flughelfer der Feuerwehr München durch einen Polizeihubschrauber auf dem Berg mittels Rettungswinde an die schwer zugängliche Einsatzstelle abgeseilt.

In Absprache mit dem Einsatzleiter der Feuerwehr Marquartstein und den Kräften der Bergwacht wurde ein geeigneter Absetzpunkt für beiden Lasten definiert und der Hubschrauber über Funk eingesprochen. Noch vor Beginn eines aufziehenden Regenschauers konnten die Außenlasten am Einsatzort abgesetzt werden. Im Anschluss wurde der Flughelfer wieder mittels Rettungswinde in den Hubschrauber aufgenommen und zurück zum Einsatzabschnitt Luft geflogen.

Für die restliche Einsatzzeit wurde der Löschwasserbehälter im Berg mittels Hubschrauber und Außenlastbehälter in diversen Rotationen befüllt, sodass die Bodenkräfte mit dem bereitgestellten Material Nachlöscharbeiten durchführen konnten.

Winchen (Abseilen in unwegsamem Gelände)


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Video aufgenommen durch die Feuerwehr Marquartstein

Nach insgesamt 16 Stunden Gesamteinsatzzeit, vielen Lastrotationen und einigen tausend Litern Wasser an zwei Einsatzstellen endete der Einsatz der Flughelfer wieder zurück in München nach 22:00 Uhr.

Die Flughelferstaffel München bedankt sich herzlich für die tolle, vertrauensvolle und kameradschaftliche Zusammenarbeit bei den Kräften der Feuerwehr Oberwössen und Marquartstein, der Bergwacht, wie auch den Besatzungen der eingesetzten Polizeihubschrauber Edelweiß 1 und 14.