Erstmals Social-Media-Workshops in der FF München

An zwei Samstagen im Januar konnten sich insgesamt 35 Beauftragte für Social Media in der FF München über die richtigen Strategien und Tools für gute Social-Media-Posts informieren.

Teilnehmer des 2. Social Media Workshops

Um die Öffentlichkeitsarbeit der FF München weiter zu professionalisieren, fanden im Januar zwei praxisorientierte Social-Media-Workshops statt. Ziel war es, den Kameradinnen und Kameraden Sicherheit im Umgang mit digitalen Medien zu geben, rechtliche Rahmenbedingungen zu klären und gemeinsam Strategien für eine moderne, einheitliche Außendarstellung zu entwickeln.

Der erste Workshop wurde von zwei Kollegen der Pressestelle der Branddirektion München durchgeführt, die neben nützlichen Informationen zur Zusammenarbeit BF und FF auch einen Einblick in ihre tägliche Arbeit mit Instagram & Co geben konnten. Der zweite Workshop-Samstag wurde als Lehrgang der Staatlichen Feuerwehrschule Regensburg von einem erfahrenen Referenten aus dem Bereich Informations­management durchgeführt. Beide Workshops hatten den Fokus auf die praxisnahe Arbeit mit Social Media in der Öffentlichkeitsarbeit einer Feuerwehr.

Zum Einstieg an beiden Samstagen ließ es sich der Stadtbrandrat und Kommandant der FF München Claudius Blank nicht nehmen, jeweils mit einem Impulsvortrag zu starten und damit auf die Wichtigkeit dieses Themas hinzuweisen. Social Media sei, als zweiter wichtiger Kommunikationskanal neben den etablierten Abteilungs-Webseiten, mittlerweile zu einem unverzichtbaren Baustein der Öffentlichkeitsarbeit geworden. Dabei müsse man sich immer über die Rolle bewusst sein, in der man etwas veröfentlicht, zum Beispiel: postet die öffentlich-rechtliche Feuerwehr oder der Förderverein?

Im weiteren Verlauf des Workshops war ein Schwerpunkt der rechtliche Umgang mit Medien. Themen wie Persönlichkeitsrechte, Datenschutz, Urheberrecht und der sensible Umgang mit Einsatzfotos wurden ausführlich behandelt. Besonders diskutiert wurde, wie sich authentische Berichterstattung mit dem Schutz von Betroffenen und Einsatzkräften vereinbaren lässt.

Im Block „Best Practice“ erhielten die Teilnehmenden praktische Tipps für verständliche, zielgruppengerechte Beiträge. Von der passenden Überschrift über klare Sprache bis hin zum Storytelling wurde gezeigt, wie aus trockenen Informationen spannende Posts werden können.

Großen Anklang fand das Kennenlernen hilfreicher Tools zum Erstellen von Posts – etwa für Bildbearbeitung, Videoclips oder Redaktionsplanung. Im anschließenden Hands-on-Teil erarbeiteten die Gruppen gemeinsam Beiträge zu verschiedenen Themen aus dem Feuerwehralltag. So entstanden bereits während des Workshops veröffentlichungsreife Inhalte.

Ein offenes Bar Camp bot Raum für creative Ideen für die Umsetzung sowie individuelle Fragen, Wünsche und Anregungen. Die Teilnehmenden diskutierten, was in ihren Auftritten bereits gut funktioniert und wo es noch hakt – etwa bei der Abstimmung zwischen den Abteilungen oder bei der Regelmäßigkeit von Beiträgen.

Des Weiteren stand eine künftige Guideline im Mittelpunkt: Vom Einsatzbericht bis zur Vereinsveranstaltung – was bedarf Abstimmung und was nicht? Anhand konkreter Beispiele wurde erläutert, welche Inhalte eigenständig veröffentlicht werden können und in welchen Fällen eine Rücksprache mit Pressestelle oder Führung erforderlich ist. Dies soll sowohl Rechtssicherheit schaffen als auch die Abläufe beschleunigen.

Abschließend wurde beleuchtet, wie eine langfristige Social-Media-Strategie aussehen kann: Welche Zielgruppen wollen wir erreichen und was sollen die Leser aufgrund der Posts tun? Beispiele aus erfolgreichen Auftritten anderer Feuerwehren lieferten zusätzliche Inspiration.

Die beiden Workshops haben gezeigt, wie groß das Interesse an moderner Kommunikation innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr München ist. Neben fundiertem Wissen nahmen die Teilnehmenden vor allem eines mit: Motivation, künftig noch professioneller, abgestimmter und kreativer über das vielfältige Engagement in der FF München zu berichten.