Flughelfer bleiben im Training

Sicherheit erlangt man durch Routine und verinnerlichte Abläufe. Routine erreicht man außerhalb von Einsätzen durch regelmäßiges Training.

Dieses Training findet obligatorisch einmal jährlich für die Flughelfer-Abteilung der FF München in Bad Tölz statt. Hier befindet sich das Zentrum für Sicherheit und Ausbildung (ZSA) der Bergwacht.

Was für Piloten der Flugsimulator bedeutet, nämlich gefahrloses Üben ohne Lärm- und Abgasemmissionen, das bedeutet im ZSA für die Flughelfer ein ebenfalls geräuschloses und witterungsfreies Üben der Windenvorgänge, so wie sie im realen Einsatz vorkommen oder im Sommer mit echten Hubschraubern geübt werden.

In der gigantischen Halle des ZSA befinden sich an der Decke zwei ausgediente Hubschrauberzellen, die mit einer Personenwinde wie ihre realen Geschwister ausgestattet sind. Gemeinsam mit der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg (SFS-W) üben die Münchner Flughelfer an verschiedenen Stationen das Ab- und Aufwinchen entweder alleine oder zu zweit (Doppelwinch).

Dabei wird besonders auf die Einhaltung von Standards und auf das Ausmerzen individueller Fehler geachtet, denn nur so hat man im Einsatz den Kopf frei für die anstehenden Aufgaben und kann sich darauf verlassen, den Windeneinsatz sicher zu bestehen.

In dieser Hinsicht ist es dann doch nicht so wie im Flugsimulator: Im ZSA hängen die Feuerwehrmänner bis zu 10 Meter über dem nicht gepolsterten Boden, die Absturzgefahr ist real und sorgt automatisch für die Anwendung der richtigen Handgriffe.

Wir haben den Übungsnachmittag mit einigen bewegten Bildern begleitet.