Massive Rauchentwicklung in Gebäudekomplex

Mehrere verrauchte Stockwerke führten bei einem Kellerbrand zu einem Großeinsatz der Feuerwehr.

DatumUhrzeitOrtMeldungAbt.
27.03.201819:06SchwanthalerstraßeRauchentwicklung im GebäudeMI
27.03.201819:35Feuerwache 1 – HauptwacheWachbesetzungSE
27.03.201819:49Feuerwache 3 – WestendWachbesetzungSE
27.03.201819:53Feuerwache 2 – SendlingWachbesetzungFO
27.03.201820:04Feuerwache 5 – RamersdorfWachbesetzungMB

Gleich mehrere Anwohner meldeten fast zeitgleich stark verrauchte Flure und Wohnungen in unterschiedlichen Stockwerken. Daher wurden bereits mit der Erstalarmierung zwei Löschzüge der Feuerwehr zu dem Gebäudekomplex in der Schwanthalerstraße alarmiert.

Bereits vor Eintreffen der Feuerwehr waren ein Großteil der Bewohner sowie die Kunden des dort ansässigen Elektrogroßhandels, der gleichfalls stark verraucht und nicht mehr begehbar war, ins Freie geflüchtet. Weitere Personen wurden von Feuerwehr und Polizei aus dem Hochhaus geleitet. Der Hausmeister empfing die Einsatzkräfte und teilte ihnen mit, dass es im Untergeschoss im Bereich der Müllpresse brennen würde. Sofort wurden mehrere Atemschutztrupps in das Gebäude geschickt. Aufgrund der Größe des Komplexes wurden umgehend weitere Einsatzkräfte nachalarmiert.

Die Erkundung im komplett verrauchten Kellerbereich ergab einen Brand von Unrat in einem Müllabwurfschacht kurz vor der Müllpresse. Über eine Revisionsklappe konnte das Material abgelöscht und ins Freie gebracht werden. Bis dahin hatte aber der stark rauchende Müll über den Abwurfschacht das komplette Hochhaus sowie den Elektrogroßhandel so stark verraucht, dass eine Evakuierung unumgänglich war.

Daher kontrollierten weitere Atemschutztrupps das gesamte Hochhaus nach gefährdeten Personen. Teilweise drang der Rauch auch in Wohnungen ein. Zur Kontrolle der Wohneinheiten mussten die Feuerwehrleute auch mehrere Türen öffnen. Die umfangreiche und äußerst aufwändige Entrauchung des Gebäudekomplexes wurde mit mehreren Hochleistungslüftern durchgeführt. Glücklicherweise wurde bei dem Brandereignis niemand verletzt.

23 Personen wurden durch die Einsatzkräfte vorübergehend im Großraumrettungswagen betreut. Ein Sachschaden aufgrund der Verrußung und Verrauchung in den Etagen der Wohneinheiten und des Elektrogroßhandels kann von der Feuerwehr nicht beziffert werden. Zur Klärung der Brandursache wurden von der Polizei Ermittlungen aufgenommen.

Alarmierte Einheiten und Tätigkeiten der FF München

Die Abteilung Stadtmitte wurde mit mehreren Fahrzeugen zur Einsatzstelle alarmiert. Wegen des langandauernden Einsatzes waren mehrere weitere Abteilungen zur Wachbesetzung der umliegenden Feuerwachen im Einsatz.